You are currently browsing the tag archive for the ‘Weiterentwicklung’ tag.

Ich freue mich auf die Konzerte im März. Und danach freue ich mich auf die Arbeit an einer neuen CD. Die nächste wird gaaanz anders!!! Aber das hat noch ein bisschen Zeit. 😉

Advertisements

Even when you know you’re just walking in circles

the wind can suddenly change.

Even when the path is perfectly familiar

every step can bring a new range.

It’s warmer today and the wind is mild,

a faint hint of spring, you secretly smiled.

At number 9 you stifled a shout,

in the 15th round a bird cried out.

Number 18 is outright different and strange

as it becomes clear that your path must change.

Leave Buddha in the middle and go back down the hill,

stopping now and then for a moment that is still.

Free of noise or any interference,

you treasure the waves of subtle clearance.

As troubled thoughts dissolve

and once again you resolve

to let go and proceed

just to follow your feet

and accept that fate does evolve.

Ja, ja, das kennt ihr schon. Das sagte doch der Kerl, von dem der Spruch an meiner Küchentür stammt: „Ordnung ist der erste Schritt in ein neuerliches Chaos.“ (Bertie Onestone.) Am Samstag habe ich sogar die Fenster geputzt! Also kann das nächste Chaos kommen. (Natürlich hat es prompt in der Nacht geregnet und Spuren hinterlassen!)

Aber eigentlich geht es mir um ganz etwas anderes. Nach der samstäglichen Putzattacke — mitten am hell-lichten Tag!!! — war ich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Nein, nicht weil ich geputzt habe! Die Einladung hatte ich schon ein paar Tage vorher erhalten. Komisch, ich bin um halb fünf los gefahren — und war um vier Uhr wieder zuhause. Wie geht das? Hat jemand die Uhr zurück gedreht? 😉

Ein Freund von früher feierte seinen 50. Geburtstag. (Ich formuliere es so, damit ich nicht „alter“ Freund schreiben muss.) Das Merkwürdige dabei … als ich mit 17 Jahren als Austauschschülerin das erste Mal in Österreich war, entdeckte ich eine für mich ganz neue Welt. Ich lernte Leute kennen, mit denen ich recht viel Spaß hatte und auch eine große Portion Blödsinn umsetzen durfte.

Es war nur ein Jahr, aber was für ein Jahr! Manche Freundschaften sind geblieben — obwohl wir uns nicht so oft sehen. Aber die Verbindung ist da. Heute ist mir eingefallen, gut 30 Jahre später, dass jene Zeit im Ausland auch meine Jugend war. Bis heute eben war es für mich selbstverständlich, dass meine Jugend in Amerika war. Stimmt nicht.

An dieser Stelle tritt die Relativität ein. In dem Jahr habe ich so viel erlebt, dass es mir irgendwie länger vorkommt als nur ein Jährchen. Mir sind viele Erinnerungen geblieben. Okay, ich schummle leicht — es gab Briefe und drei Jahre später einen Besuch im Sommer. Da ist auch viel passiert. Dennoch, das Schuljahr 1979/80 erinnert mich an einen Spruch, den wir in Latein gelernt haben: “Non scholae, sed vitam discimus!“ (Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir.) Das hat sich in dem Jahr bewahrheitet.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin dankbar. Dankbar für Freunde und Freundinnen, Erlebnisse, Erkenntnisse und alle hochs und tiefs, die bisher meine verrückte Achterbahnfahrt des Lebens so bunt mach(t)en. Und dankbar, dass ich auch hier in meiner zweiten Heimat Jugendfreunde habe, mit denen ich zurückblicken und lachen — aber auch ernsthaft und vertraut diskutieren kann. Bei solchen Gedanken, ist das doch-immer-bzw.-hin-und-wieder-zwischen-durch-auftretende Heimweh verschwindend klein. Danke! 🙂

Heute vor 18 Jahren war ich 9 Tage über den Geburtstermin. An dem Tag hatten wir die neurenovierte Wohnung beziehen dürfen. Ich war auf allen Vieren dran, den Boden zu putzen. Ein Nachbar kam vorbei und meinte: „Passen Sie auf. Es könnte durch die Anstrengung losgehen.“ Ich lachte. Das war meine Absicht.

Am Abend gingen wir in die Pizzeria um die Ecke. Kaum hatten wir gegessen und waren wieder zuhause, ging es los. In der Klinik erfuhr ich, dass ich die dritte war, die vorher eine Pizza gegessen hatte. Ob ihre Kinder auch so gerne Pizza essen wie meine Tochter? Knapp 19 schmerzvolle Stunden später („Nein, ich will kein Schmerzmittel! Es dauert bestimmt nicht so lang und ich will meine Tochter bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung begrüßen!“), zu Halloween, machte meine Tochter ihren ersten dramatischen Auftritt.

Inzwischen gab es viel Drama, schöne Zeiten, Verzweiflung, Sorge, Freude… alles, was dazu gehört. Ich kann es kaum glauben. Es ist, als wäre es erst gestern gewesen — und doch eine Ewigkeit her.

Bittersüß ist die Freude. Mein kleines Mädchen ist eine junge Frau. Sie geht ihren Weg.

Ich habe lange nichts von mir hören lassen. Es hätte genug gegeben, zu berichten, aber mir war nicht danach. Viel ist passiert seit Dreamwings. Das Lied begleitet mich im Alltag. „A thousand tiny steps will bring the change we need…“ Als ich diese Zeile schrieb, ahnte ich nicht, dass ich bald einige hundert kleine Schritte hinter mich bringen würde.

Aber so ist es oft mit meinen Liedern. Ich schreibe sie aus einer inspirierten Laune heraus, und verstehe sie erst nach einiger Zeit bzw. der Text bleibt gleich aber die Bedeutung wandelt sich mit mir. Merkwürdig.

Inzwischen habe ich mit einer 3-jährigen Ausbildung begonnen, die meiner nicht-musikalischen Karriere förden soll. Ja, so ist es. Mit dem zarten Alter von 47 Jahren habe ich plötzlich konkrete Ideen, was ich machen möchte, wenn ich mal erwachsen bin! Die Ausbildung schenkt mir eine spannende Ergänzung zum alltäglichen Leben.

Vor einem halben Jahr bin ich zurück in die „Stadt“ gezogen. Das war eine schwierige Entscheidung. Aber wenn eine Entscheidung sehr leicht ist, dann bewegt sie mich auch nicht besonders. Diese war recht wirksam!

Seit einigen Monaten, arbeite ich an die Lieder für eine neue CD. Es sind schon fast alle geschrieben, jetzt geht es um die kleinen, feinen Details. In Februar möchte ich wieder ins Studio gehen. Warum Februar? Na ja, das Ton Studio ist recht hoch gelegen, also hoffe ich, dass bis dahin nicht mehr viel Schnee liegt.

Abgesehen vom Schnee, ich arbeite noch an Stimme und Gitarre. Sie sollen sich auch weiter entwickeln — nicht nur ich! Das ist der rote Faden in meinem Leben — die Weiterentwicklung. Nein, ich gebe zu, die schnellste bin ich nicht. Aber beständig. Langsam aber sicher erreiche ich meine Ziele.

Es ist ein endloser Prozess. Denn, wie Hermann Hesse einst sagte: Ein erreichtes Ziel ist kein Ziel mehr. Also, dran bleiben!