You are currently browsing the category archive for the ‘Muttertag’ category.

Meine Kinder sind schon groß und wissen, dass ich mir nicht so viel aus diesen sentimental-wirtschaftsankurbelnden Feiertagen mache. Ein netter Gruß genügt. Ja, die Zeiten von Aufregung, Gedichte und Frühstück sind vorbei.

Aber letzte Woche war ich im Zimmer meines Sohnes und erblickte etwas auf seinem Schreibtisch. „Was ist das?“ fragte ich. „Nichts!“ antwortete er. Ich ging aus dem Zimmer, dann kehrte um und fragte schelmisch: „Muttertag?“ „Nein, das schenke ich dem Papa!“ grinste er zurück.

Heute habe ich es dann doch präsentiert bekommen. Und ein SMS von meiner Tochter. Ich bin selbst erst von einem Weiterbildungswochenende zurückgekehrt und möchte heute aufräumen, da morgen eine gute Freundin von New York zu Besuch kommt.

Mir fällt auf, da meine eigene Kinder größer sind, rutscht die Sentimentaltität auf meine Mutter zurück. Sie war so jung als sie zum ersten Mal Mutter wurde (durch meinen Bruder). Deshalb möchte ich heute eine großes Dankeschön an meine Mutter schicken!

Advertisements

Ach, der Muttertag neigt sich dem Ende zu. Schade. Ich hätte gerne den Film von Alfred Dorfer angeschaut, aber ich war zu beschäftigt. Und da ich keinen Fernseher habe und keine DVD, wäre es sowieso nicht möglich gewesen. Aber das macht nichts. Vielleicht war er heute gar nicht im TV Programm.

Na ja, so dachte ich an die Muttertage von früher, als die Kinder noch klein waren. Da gab es immer liebevoll gebastelte Geschenke und ein Frühstück. Da blieb ich im Bett und tat so, als würde ich noch schlafen, damit sie mich wecken konnten sobald der vorbereitende Lärm sich wieder legte. Seufz!

Ich habe mit meiner Mutter und mit meiner Stiefmutter telefoniert. Meine Mutter gab mir einen wohlgemeinten Ratschlag — wohlgemerkt, da ist ein „Schlag“ dabei. Ich spürte es deutlich im Magenbereich, aber ich weiß, sie meint es nur gut. Ja, ich bin dankbar für beide und schätze sie sehr. Das kommt mit dem Alter. Aber Jugendliche — meine zumindest — haben andere Themen.

Also verbrachte ich den heutigen Tag alleine. Beide Kinder waren fort. Nach einer stressigen Woche, war es ein Genuss, heute lange zu schlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück, machte ich mich an die Arbeit. Ich wollte ein Manuskript doch noch einmal überarbeiten. Er erscheinen demnächst zwei Bücher von mir. Mehr dazu bald!

Die Überarbeitung dauerte fast den ganzen Tag. Am späteren Nachmittag überlegte ich, die Pyjama für Strassenkleidung zu tauschen und einen Spaziergang zu machen, aber die Versuchung, eine Eremitin zu bleiben war stärker. Es war wirklich eine intensive Woche!

Am frühen Abend kam mein Sohn nach Hause. Er wünschte mir „Alles Liebe zum Muttertag.“ Ach, wie nett! Wirklich! Dazu muss ich sagen, dass meine Kinder schon öfters von mir gehört haben, dass solche Feiertage nur eine kommerzielle Angelegenheit sind und ich nichts davon halte. Also verhalten sie sich diesbezüglich dementsprechend.

Es war ein schöner, erholsamer Tag — genau die richtige Vorbereitung, da mich wieder eine intensive Woche erwartet. Und doch war es auch schön, über das Mutter-Sein nachzudenken und mich an Früher zu erinnern. Alles zu seiner Zeit.