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Ich freue mich auf die Konzerte im März. Und danach freue ich mich auf die Arbeit an einer neuen CD. Die nächste wird gaaanz anders!!! Aber das hat noch ein bisschen Zeit. 😉

Gestern war ich irgendwie unschlüssig. Schon die ganze Woche war ich halb krank — fit genug zu arbeiten (?) aber körperlich eher niedergeschlagen. Freitag las ich „Der kleine Prinz“ und genoss die Ruhe. Aber gestern kam Unruhe auf. Also zog ich wieder einmal eine Göttinnen Karte um eine Antwort auf die Frage „Was soll ich heute tun?“ zu bekommen. Die Antwort: Sulis. „Verbringe Zeit am Wasser — am See, Fluss oder Meer–, um deine Batterien aufzuladen.“

Alles klar. Ich fuhr mit dem Zug nach Bregenz und skatete eine Runde am Ufer entlang. Als ich wieder Richtung Bahnhof rollte, hörte ich Gesang und Gitarre und machte Pause auf einer Bank nebenan. Ich hörte zu und genoss die wunderschöne Aussicht aufs Wasser.

Kurze Zeit danach setzte sich jemand zu mir. Er gehörte zu der Musik und fragte mich, ob ich an Gott glaube. Der hat die Richtige gefragt! 😉 Wir hatten eine nette Unterhaltung, da ich nicht abgeneight war. Es ist immer wieder interessant zu erfahren, wie sich die göttliche Kraft bei anderen Menschen bemerkbar macht und entfaltet.

Danach skatete ich weiter zum Bahnhof, da ich auf den Zug musste. Als ich das Gespräch reflektierte, spürte ich doch einen Hauch Unmut.  Der Austausch ist ganz nett, sollte aber auf Freiwilligkeit basieren. Ich meine, es ist auch wichtig, die Zustimmung zu holen und darauf zu achten, dass ich den anderen nicht überfahre mit meiner Botschaft, sondern wirklich ins Gespräch komme. Na ja, jeder hat halt ein unterschiedlich ausgeprägtes Bedürfnis sich mitzuteilen. Ich kenne das auch von mir. Wenn ich von etwas überzeugt bin, kann es auch vorkommen, dass jemand darauf wartet bis ich Luft hole, damit sie auch zu Wort kommen! 😉

An diesem schönen Sonntag wünsche ich mir beidseitige Achtsamkeit in Begegnung.

Ja, ja, das kennt ihr schon. Das sagte doch der Kerl, von dem der Spruch an meiner Küchentür stammt: „Ordnung ist der erste Schritt in ein neuerliches Chaos.“ (Bertie Onestone.) Am Samstag habe ich sogar die Fenster geputzt! Also kann das nächste Chaos kommen. (Natürlich hat es prompt in der Nacht geregnet und Spuren hinterlassen!)

Aber eigentlich geht es mir um ganz etwas anderes. Nach der samstäglichen Putzattacke — mitten am hell-lichten Tag!!! — war ich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Nein, nicht weil ich geputzt habe! Die Einladung hatte ich schon ein paar Tage vorher erhalten. Komisch, ich bin um halb fünf los gefahren — und war um vier Uhr wieder zuhause. Wie geht das? Hat jemand die Uhr zurück gedreht? 😉

Ein Freund von früher feierte seinen 50. Geburtstag. (Ich formuliere es so, damit ich nicht „alter“ Freund schreiben muss.) Das Merkwürdige dabei … als ich mit 17 Jahren als Austauschschülerin das erste Mal in Österreich war, entdeckte ich eine für mich ganz neue Welt. Ich lernte Leute kennen, mit denen ich recht viel Spaß hatte und auch eine große Portion Blödsinn umsetzen durfte.

Es war nur ein Jahr, aber was für ein Jahr! Manche Freundschaften sind geblieben — obwohl wir uns nicht so oft sehen. Aber die Verbindung ist da. Heute ist mir eingefallen, gut 30 Jahre später, dass jene Zeit im Ausland auch meine Jugend war. Bis heute eben war es für mich selbstverständlich, dass meine Jugend in Amerika war. Stimmt nicht.

An dieser Stelle tritt die Relativität ein. In dem Jahr habe ich so viel erlebt, dass es mir irgendwie länger vorkommt als nur ein Jährchen. Mir sind viele Erinnerungen geblieben. Okay, ich schummle leicht — es gab Briefe und drei Jahre später einen Besuch im Sommer. Da ist auch viel passiert. Dennoch, das Schuljahr 1979/80 erinnert mich an einen Spruch, den wir in Latein gelernt haben: “Non scholae, sed vitam discimus!“ (Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir.) Das hat sich in dem Jahr bewahrheitet.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin dankbar. Dankbar für Freunde und Freundinnen, Erlebnisse, Erkenntnisse und alle hochs und tiefs, die bisher meine verrückte Achterbahnfahrt des Lebens so bunt mach(t)en. Und dankbar, dass ich auch hier in meiner zweiten Heimat Jugendfreunde habe, mit denen ich zurückblicken und lachen — aber auch ernsthaft und vertraut diskutieren kann. Bei solchen Gedanken, ist das doch-immer-bzw.-hin-und-wieder-zwischen-durch-auftretende Heimweh verschwindend klein. Danke! 🙂

Heute vor 18 Jahren war ich 9 Tage über den Geburtstermin. An dem Tag hatten wir die neurenovierte Wohnung beziehen dürfen. Ich war auf allen Vieren dran, den Boden zu putzen. Ein Nachbar kam vorbei und meinte: „Passen Sie auf. Es könnte durch die Anstrengung losgehen.“ Ich lachte. Das war meine Absicht.

Am Abend gingen wir in die Pizzeria um die Ecke. Kaum hatten wir gegessen und waren wieder zuhause, ging es los. In der Klinik erfuhr ich, dass ich die dritte war, die vorher eine Pizza gegessen hatte. Ob ihre Kinder auch so gerne Pizza essen wie meine Tochter? Knapp 19 schmerzvolle Stunden später („Nein, ich will kein Schmerzmittel! Es dauert bestimmt nicht so lang und ich will meine Tochter bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung begrüßen!“), zu Halloween, machte meine Tochter ihren ersten dramatischen Auftritt.

Inzwischen gab es viel Drama, schöne Zeiten, Verzweiflung, Sorge, Freude… alles, was dazu gehört. Ich kann es kaum glauben. Es ist, als wäre es erst gestern gewesen — und doch eine Ewigkeit her.

Bittersüß ist die Freude. Mein kleines Mädchen ist eine junge Frau. Sie geht ihren Weg.

Nach einem erfüllten Arbeitstag fuhr ich los, um den Jim Jarmusch Film „Night on Earth“ zu sehen. Auf dem Weg dorthin ist vor mir eine schwarze Katze über die Straße gelaufen. Nein, das stimmt gar nicht. Sie ist ganz ruhig und selbstbewusst über die Straße geschlendert — auf dem Zebrastreifen natürlich. Da ich nie sehr schnell unterwegs bin, konnte ich mühelos bremsen und sie dabei bewundern.

Den Film hatte ich noch nicht gesehen. Er war mal ganz was anders — auch anders als die anderen Jim Jarmusch Filme, die ich bisher gesehen habe. Es handelte ganz einfach um eine Nacht auf der Erde — in verschiedenen Städten, alles gleichzeitig, mit einer Prise Schicksal. Oder war es Zufall?

Danach fühlte ich mich fast wie eine Taxifahrerin als ich los fuhr. (Zur Information: Im Film kommen einige Taxis vor.) Es ist nichts Aufregendes oder Schicksalhaftes auf der Heimfahrt passiert, aber die Kulisse war beeindruckend. Kann es sein, dass heute Vollmond ist? Er macht auf jeden Fall einen vollen Eindruck. Hell leuchtend und spürbar nah, brachte er mich immer wieder in Versuchung, meinen Blick statt auf die Straße auf ihn zu richten.

Zuhause habe ich die Belohnung dafür bekommen, dass ich mich doch auf die Straße konzentriert habe. Der Mond ist gerade aufgegangen! Ich muss hinaus auf den Balkon gehen und ihn bewundern. Gute Nacht!

Die ersten zwei Tage im Tonstudio — mit Band– sind sehr zufriedenstellend über die Bühne gegangen. Nach so vielen Jahren im Alleingang, ist es erfreulich und erfrischend, mit anderen zusammen zu arbeiten. Und es sind natürlich nicht beliebige „anderen“ die ich meine, sondern eine ganz spezielle Besetzung!

Das passt gut zu dem Buch von Anais Nin, das ich gerade lese — seit ungefähr einem Jahr bin ich dran! (Es kommen halt immer wieder andere Bücher dazwischen.) Aber vor ein paar Tagen las ich wieder ein paar Seiten, und genau an dieser Stelle erzählte sie wie wichtig es ist, sich mit anderen auszutauschen. In der Isolation, kommt man nur so weit. Durch die Interaktion mit anderen, lernt man selber viel dazu, und die anderen bekommen ebenfalls neue Impulse.

Sie spricht auch von Träumen, und deren Rolle als Wegweiser — egal, ob es Wach- oder Schlafträume sind. In welcher Form auch immer, Fetzen aus dem Unbewussten bzw. aus dem Universum drängen sich auf die Oberfläche, und geben uns die Möglichkeit, etwas daraus zu machen. Oder sie geben uns nützliche Hinweise, wie wir weitermachen können.

Na ja, so schwirren die Gedanken in meinem Kopf herum an diesem kalten, verregneten Ostermontag. Jetzt geht es darum, mich auf Besuch aus Wien vorzubereiten, und dann auf eine neue Arbeitswoche einzustimmen. Ich wollte fast sagen: „auf die Rückkehr zur Realität einstimmen“ aber das lasse ich lieber, denn so eindeutig ist sie nicht. Das ist eher eine Einstellungssache, sehr stimmungsabhängig, und da ich jetzt Hunger habe, koche ich lieber etwas zum Mittag als mich damit auseinander zu setzen.

Frohe Ostern!

Es fing schon gut an: vorgestern um Mitternacht. Nach einem unterhaltsamen Abend fuhr ich nach Hause. Normalerweise habe ich zwei Co-Piloten dabei, deren Zuhause auf dem Weg liegt, aber gestern nicht. Prompt habe ich mich verfahren! (Ich verrate lieber nicht, wie oft ich den Weg schon gefahren bin.)

Irgendwie aufgedreht, blieb der Schlaf eher fern — bis in den frühen Morgenstunden. Das hatte eine unmittelbare Wirkung auf das Aufstehverhalten. In der Früh verließ ich die Wohnung 10 Minuten zu spät und prompt war mehr Verkehr als sonst — also konnte ich die Zeit nicht wieder gut machen. Bei der Arbeit dauerte es länger als geplant, doch war noch genügend Zeit, um pünktlich zum Arzttermin zu fahren. Doch dann merkte ich, dass der Tank fast leer war. Es wäre gerade noch gegangen, aber ich wusste nicht genau wo die Ordination war — und fuhr ein paar Mal vorbei. (Ich sage lieber nicht, dass die Ordination gleich um die Ecke von meiner Wohnung liegt.) Zum Glück kam ich noch dran. Etwas verspätet, fuhr ich wieder zum nächsten Termin — und war sogar eine Minute früher dort. Danach wieder ein Termin und wieder viel Verkehr, aber ich kam pünktlich an — zur ersten Bandprobe für die neue CD. Und das war das Schönste vom ganzen Tag. Die lief ganz gut.

Heute vormittag war die zweite Probe. Die war noch besser! Ich freue mich riesig, mit den anderen zu arbeiten — und bin wirklich gespannt auf die neue CD. Danach ging ich mit einem Kollegen etwas essen. Es war richtig gemütlich — wie in alten Zeiten in Wien. Samstags bin ich oft zum Naschmarkt gegangen, erledigte den Wochenendeinkauf und  kehrte dann irgendwo ein. Die Nachmittage waren gemütlich, zeitlos. Oft wurde aus dem Nachmittag ein Abend, aus dem Kaffee ein Glas Wein. Heute überkam mich diese Stimmung und ich hatte keine Lust, nach Hause zu gehen.

Nach dem Essen habe ich noch geschwind den Schlüssel für den Proberaum den obengenannten Co-Piloten vorbeigebracht.  Die Einladung zum Kaffee nahm ich gerne an — und fuhr erst spätabends (nach „einem“ Glas Wein und einem guten Abendessen) nach Hause. Siehe da, mein Wunsch ging in Erfüllung! Solche unerwarteten Wendungen machen das Leben noch schöner. Und … das weniger Schöne wird dadurch erträglich(er).

Und sonst? Meine Karte für das Bob Dylan Konzert am 19. Juni habe ich schon in der Hand.

Gestern Abend habe ich einen sehr empfehlenswerten Film angeschaut: Séraphine. Es ist die wahre Geschichte einer Malerin, die Jahrelang als Putzfrau geschuftet hat, um nachts bei Kerzenschein in Trance zu malen. Sie hat es sich selber beigebracht — als Antwort auf eine göttliche Berufung, und wird zu den „naiven“ MalerInnen gezählt. Wie der Zufall so spielt, wurde sie von einem Kunsthändler entdeckt, der sie mit etwas Verzögerung (wegen dem I. Weltkrieg und dann der Wirtschaftskrise) groß herausbrachte. Leider hat sie das nicht mehr mitbekommen, denn sie verbrachte die letzten Jahre ihres Lebens in einer geschlossenen Nervenheilanstalt. Der große Erfolg (Ausstellungen in Paris, Zürich & New York) kam nur wenige Jahre nach ihrem Tod.

Tja, ich denke, es ist einfach wichtig, der inneren Stimme zu folgen — egal wie die Geschichte ausgeht. Solche Geschichten sind beeindrückend und ernüchternd zugleich. Diese passt momentan gut zur Stimmung.

Heute habe ich gelesen, dass der Mars seit Jahresbeginn — aber nur noch bis inklusive Morgen — rückläufig ist. Was bedeutet das? Na ja, es ist momentan ein bisschen mühsam. Dinge gehen nicht so leicht von der Hand. Es erfordert vielleicht eine neuerliche Prüfung der Lebenssituation, Handlungsstrategien müssen überarbeitet bzw. neu entwickelt werden, und alte Konflikte flammen wieder auf bzw. ungelöste Konflikte machen sich bemerkbar. Ab dem 11. März ist diese Phase vorbei. Ach, bin ich beruhigt! Dann geht es wieder vorwärts! Nein, ich richte mich nicht nach den Sternen, aber jede unterstützende, beruhigende Erklärung ist willkommen! Besonders wenn es darum geht, durchzuhalten! 🙂

Anfangs wollte er mich möglicherweise inspirieren, oder war einfach neugierig…

Dann meinte er, wir probieren es mit einem gemeinsamen Brainstorming…

Doch mit der Kreativität geht es nicht immer so schnell, also beschloss er, dass es besser wäre, zu schlafen…

Manchmal kommen wir Menschen mittels Träume zu spannenden Entdeckungen und Erkenntnisse. Ich probiere es aus. Im Moment bleibt mir nichts anderes übrig!

Da könnte man meinen, man hat schon so viel dazu gelernt und ist so weit gekommen. Ja, man könnte sogar ich sein, denn so geht es mir. In der Theorie, stehe ich schon sehr gut da, aber werfe mir ein „Übungsbeispiel“ zu und dann sieht es in der Praxis ganz anders aus. So schnell kann ich gar nicht schauen, da falle ich wieder in die alte, vertraute Rolle. Aber — das zu erkennen ist schon Fortschritt!

Details erübrigen sich hier. Jeder kennt es, ganz sicher. Jede/r hat ganz bestimmte, persönliche alte Muster. Sie lauern, sind jederzeit bereit uns wieder einzufangen. Doch sind wir ihnen nicht ausgeliefert. Wir können noch immer dazu lernen und es besser machen — jeder Tag bietet Gelegenheit dazu.

Ich bin bemüht, die alten Sprüche, die überholten inneren Regeln los zu lassen bzw. um zu ändern. Begegnungen mit anderen sind das Übungsfeld. Also, nur zu! Und vielen Dank den Menschen, mit denen ich diese anstrengenden, herausfordernden Erfahrungen machen darf, damit ich wieder klar komme und zu mir selbst zurück finde.

Ja, klar doch! Es gibt ein Lied dazu:

Dignity

I poured out my story rather than say how I felt

It all came too fast, this surprise that life dealt.

The next day I was shocked, felt lost and dismayed

Wondered yet again at the role I had played.

Old patterns rise up when you think they’re gone.

They catch you and tease you and still carry on.

But only if you let them, only if you submit.

Today I’m awake and had enough of it.

Delete those stale phrases and clear the slate.

As dignity shines, I pursue my fate.

*

It seemed as if there was so much to say

And now you don’t have the time of day.

Butterflies flew away to leave mere scorn.

Anger rose up and the illusion was torn.

Old patterns rise up when you think they’re gone.

They catch you and tease you and still carry on.

But only if you let them, only if you submit.

Today I’m awake and had enough of it.

Delete those stale phrases and clear the slate.

As dignity shines, I pursue my fate.

*

I won’t wonder what I did wrong, nor do I regret.

There are more important things I choose not to forget.

My feet are grounded, my future shines.

I see through the joke of your well-used lines.

*

One more trying lesson in life as I walk along

One more little verse in this ongoing song.

Thanks for the gift, I’ll make the most of it.

I’m still on my way as things shift.

Old patterns rise up when you think they’re gone

They catch you and tease you and still carry on.

But only if you let them, only if you submit

Today I’m awake and had enough of it.

Delete those stale phrases and clear the slate.

As dignity shines, I pursue my fate.