Vor circa 10 Jahren kam ich plötzlich darauf, dass ich eigentlich Rocksängerin statt Psychologin werden wollte. Dennoch schloss ich mein 13-jähriges Studium ab, um wenigstens etwas in der Hand zu haben, und überlegte, was aus dem Traum noch zu retten war. Mit 36 Jahren kam es mir einfach zu spät vor, eine Karriere zu beginnen, aber ein paar Fetzen von dem Traum müssten doch realisierbar sein. Also begann ich damit, ein paar Akkorde auf der Gitarre zu lernen, und Liedertexte zu schreiben.

Inzwischen sind 10 Jahre vergangen. Ich habe schon einige Konzerte gegeben, die immer besser besucht werden. Eine CD und ein Buch mit Liedertexten wurden herausgegeben, und eine zweite CD ist in Arbeit. Ich mache das für mich, um mein Lebensweg zu erfüllen aber teile es auch mit anderen. Ich will nicht alleine sein und außerdem denke ich, es tut anderen gut, zu sehen, dass man nie verwirklichte Träume doch umsetzten kann — wenn auch nur in abgeschwächter Form. Das macht nichts. Mit dem Alter wird man doch bescheidener. Also passt es so.

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