Gestern war ich irgendwie unschlüssig. Schon die ganze Woche war ich halb krank — fit genug zu arbeiten (?) aber körperlich eher niedergeschlagen. Freitag las ich „Der kleine Prinz“ und genoss die Ruhe. Aber gestern kam Unruhe auf. Also zog ich wieder einmal eine Göttinnen Karte um eine Antwort auf die Frage „Was soll ich heute tun?“ zu bekommen. Die Antwort: Sulis. „Verbringe Zeit am Wasser — am See, Fluss oder Meer–, um deine Batterien aufzuladen.“

Alles klar. Ich fuhr mit dem Zug nach Bregenz und skatete eine Runde am Ufer entlang. Als ich wieder Richtung Bahnhof rollte, hörte ich Gesang und Gitarre und machte Pause auf einer Bank nebenan. Ich hörte zu und genoss die wunderschöne Aussicht aufs Wasser.

Kurze Zeit danach setzte sich jemand zu mir. Er gehörte zu der Musik und fragte mich, ob ich an Gott glaube. Der hat die Richtige gefragt! 😉 Wir hatten eine nette Unterhaltung, da ich nicht abgeneight war. Es ist immer wieder interessant zu erfahren, wie sich die göttliche Kraft bei anderen Menschen bemerkbar macht und entfaltet.

Danach skatete ich weiter zum Bahnhof, da ich auf den Zug musste. Als ich das Gespräch reflektierte, spürte ich doch einen Hauch Unmut.  Der Austausch ist ganz nett, sollte aber auf Freiwilligkeit basieren. Ich meine, es ist auch wichtig, die Zustimmung zu holen und darauf zu achten, dass ich den anderen nicht überfahre mit meiner Botschaft, sondern wirklich ins Gespräch komme. Na ja, jeder hat halt ein unterschiedlich ausgeprägtes Bedürfnis sich mitzuteilen. Ich kenne das auch von mir. Wenn ich von etwas überzeugt bin, kann es auch vorkommen, dass jemand darauf wartet bis ich Luft hole, damit sie auch zu Wort kommen! 😉

An diesem schönen Sonntag wünsche ich mir beidseitige Achtsamkeit in Begegnung.

Advertisements