Nach einem erfüllten Arbeitstag fuhr ich los, um den Jim Jarmusch Film „Night on Earth“ zu sehen. Auf dem Weg dorthin ist vor mir eine schwarze Katze über die Straße gelaufen. Nein, das stimmt gar nicht. Sie ist ganz ruhig und selbstbewusst über die Straße geschlendert — auf dem Zebrastreifen natürlich. Da ich nie sehr schnell unterwegs bin, konnte ich mühelos bremsen und sie dabei bewundern.

Den Film hatte ich noch nicht gesehen. Er war mal ganz was anders — auch anders als die anderen Jim Jarmusch Filme, die ich bisher gesehen habe. Es handelte ganz einfach um eine Nacht auf der Erde — in verschiedenen Städten, alles gleichzeitig, mit einer Prise Schicksal. Oder war es Zufall?

Danach fühlte ich mich fast wie eine Taxifahrerin als ich los fuhr. (Zur Information: Im Film kommen einige Taxis vor.) Es ist nichts Aufregendes oder Schicksalhaftes auf der Heimfahrt passiert, aber die Kulisse war beeindruckend. Kann es sein, dass heute Vollmond ist? Er macht auf jeden Fall einen vollen Eindruck. Hell leuchtend und spürbar nah, brachte er mich immer wieder in Versuchung, meinen Blick statt auf die Straße auf ihn zu richten.

Zuhause habe ich die Belohnung dafür bekommen, dass ich mich doch auf die Straße konzentriert habe. Der Mond ist gerade aufgegangen! Ich muss hinaus auf den Balkon gehen und ihn bewundern. Gute Nacht!

Advertisements