Es fing schon gut an: vorgestern um Mitternacht. Nach einem unterhaltsamen Abend fuhr ich nach Hause. Normalerweise habe ich zwei Co-Piloten dabei, deren Zuhause auf dem Weg liegt, aber gestern nicht. Prompt habe ich mich verfahren! (Ich verrate lieber nicht, wie oft ich den Weg schon gefahren bin.)

Irgendwie aufgedreht, blieb der Schlaf eher fern — bis in den frühen Morgenstunden. Das hatte eine unmittelbare Wirkung auf das Aufstehverhalten. In der Früh verließ ich die Wohnung 10 Minuten zu spät und prompt war mehr Verkehr als sonst — also konnte ich die Zeit nicht wieder gut machen. Bei der Arbeit dauerte es länger als geplant, doch war noch genügend Zeit, um pünktlich zum Arzttermin zu fahren. Doch dann merkte ich, dass der Tank fast leer war. Es wäre gerade noch gegangen, aber ich wusste nicht genau wo die Ordination war — und fuhr ein paar Mal vorbei. (Ich sage lieber nicht, dass die Ordination gleich um die Ecke von meiner Wohnung liegt.) Zum Glück kam ich noch dran. Etwas verspätet, fuhr ich wieder zum nächsten Termin — und war sogar eine Minute früher dort. Danach wieder ein Termin und wieder viel Verkehr, aber ich kam pünktlich an — zur ersten Bandprobe für die neue CD. Und das war das Schönste vom ganzen Tag. Die lief ganz gut.

Heute vormittag war die zweite Probe. Die war noch besser! Ich freue mich riesig, mit den anderen zu arbeiten — und bin wirklich gespannt auf die neue CD. Danach ging ich mit einem Kollegen etwas essen. Es war richtig gemütlich — wie in alten Zeiten in Wien. Samstags bin ich oft zum Naschmarkt gegangen, erledigte den Wochenendeinkauf und  kehrte dann irgendwo ein. Die Nachmittage waren gemütlich, zeitlos. Oft wurde aus dem Nachmittag ein Abend, aus dem Kaffee ein Glas Wein. Heute überkam mich diese Stimmung und ich hatte keine Lust, nach Hause zu gehen.

Nach dem Essen habe ich noch geschwind den Schlüssel für den Proberaum den obengenannten Co-Piloten vorbeigebracht.  Die Einladung zum Kaffee nahm ich gerne an — und fuhr erst spätabends (nach „einem“ Glas Wein und einem guten Abendessen) nach Hause. Siehe da, mein Wunsch ging in Erfüllung! Solche unerwarteten Wendungen machen das Leben noch schöner. Und … das weniger Schöne wird dadurch erträglich(er).

Und sonst? Meine Karte für das Bob Dylan Konzert am 19. Juni habe ich schon in der Hand.

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